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BerufsInfo-Events

Die Realschule Rutesheim und das Unternehmen hagebaucentrum bolay gehen gemeinsame Wege.

 

„Die Suche nach guten Fachkräften wird nicht einfacher, wenn in der Region Weltfirmen mit uns in der Konkurrenz um Auszubildende stehen“, bringt es Christina Almert auf den Punkt. Die Geschäftsführerin vom hagebaucentrum bolay hat zusammen mit Tamara Rumpelt, der Rektorin der Realschule Rutesheim, eine Bildungspartnerschaft unterzeichnet.

Lisa Almert, Personalleiterin bei hagebaucentrum bolay, nutzte die Gelegenheit, um die Ausgangssituation aus der Sicht ihres Unternehmens zu verdeutlichen. „Die Firma steht mit 26 Auszubildenden und drei Studenten in Ausbildung - bei einer Gesamtbelegschaft von 260 Mitarbeitern an den Standorten Rutesheim, Ditzingen und Oberndorf – derzeit gut da. Diese Zahlen sagen allerdings nichts darüber, wie schwer es ist, Azubis für den Einzelhandel zu gewinnen.“ Und Christina Almert ergänzt: „Dabei ist es bei uns nie langweilig und die Arbeitszeit verteilt sich auf fünf Tage und dabei sehr flexibel, sodass viel Zeit für Hobbys übrigbleibt.“ Zudem fördere und unterstütze das Unternehmen die Weiterbildung seiner Mitarbeiter ganz allgemein, auch finanziell. „Nach der Ausbildung oder einem anschließenden Studium stehen unseren Mitarbeitern alle Wege offen“, sagt die Geschäftsführerin, denn man wolle fähige Menschen an das Unternehmen binden und ihnen Aufstiegschancen geben.

„Wenn eine so renommierte Traditionsfirma uns ein Kooperationsangebot macht, wissen wir dies sehr zu schätzen“, sagt die neue Leiterin der Realschule, Tamara Rumpelt. Denn die Berufsorientierung habe in der Realschule einen hohen Stellenwert. Mit der Einführung der Leitperspektive „Berufliche Orientierung“, des Unterrichtsfaches „Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung“ im Rahmen des neuen Bildungsplans 2016 sowie neuer Verwaltungsvorschrift erfahre die berufliche Orientierung von jungen Menschen an den Realschulen eine zunehmende Bedeutung. „Die bereits ab Klassenstufe 5 verbindliche individuelle berufliche Orientierung unterstützt unsere Schülerinnen und Schüler dabei, eine qualifizierte Entscheidung im Übergang von der Schule zur beruflichen Ausbildung, zur schulischen Weiterbildung oder zum Studium zu treffen.“ Anliegen und Anspruch der Realschule Rutesheim sei es, die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Berufswahl, auf die Arbeitswelt und auf die damit verbundenen Entscheidungen über den weiteren Lebensweg vorzubereiten. „Daran arbeiten wir kontinuierlich, im Wissen um den raschen Wandel in der Berufs- und Arbeitswelt. Ein enger Austausch zwischen Schule und regionaler Wirtschaft steht deshalb im Vordergrund“, erläutert Tamara Rumpelt.

Die Realschule Rutesheim wurde im vergangenen Schuljahr mit dem „BoriS“-Siegel re-zertifiziert. Die wiederholte Auszeichnung mit dem „Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg“ sei für die Realschule Rutesheim ein schöner Erfolg, bedeute aber auch eine Verpflichtung, so Tamara Rumpelt. „Ich verbinde damit gerne ein Kompliment und meinen Dank an die Adresse unserer Bildungs- und Kooperationspartner, die uns bei der Umsetzung des schuleigenen Konzepts zur Beruflichen Orientierung nicht nur maßgeblich unterstützen, sondern uns auch als Experten zur Seite stehen.“

Aktuelle Bildungspartnerschaften mit der Rutesheimer Realschule bestehen bereits mit der Kreissparkasse Böblingen, dem Unternehmen Proceda GmbH aus Rutesheim, der Weissacher Firma Zipperlen - Landschafts und Gartenbau sowie dem Beruflichen Schulzentrum Leonberg. Hinzu kommen zahlreiche weitere Kooperationspartner wie die BARMER-Krankenkasse, die Agentur für Arbeit, die IHK, die Ingenieurgesellschaft EFG oder die HNO-Gemeinschaftspraxis Dr. Behrmann/Dr. Fischer aus Ditzingen.

Die Bildungspartnerschaft der Realschule mit der Firma hagebaucentrum bolay beinhaltet konkret eine ganze Reihe von Bausteinen: Im Rahmen der „Tage der Beruflichen Orientierung“, die in den Projektwochen durchgeführt werden, informiert die Firma über die firmeneigenen Ausbildungsgänge. Darüber hinaus bietet das Unternehmen den Schülerinnen und Schülern Praktikumsplätze an. Bei Betriebsbesichtigungen besteht die Möglichkeit, das Unternehmen und die vielfältigen Arbeitsplätze zu erkunden. Mindestens einmal pro Schuljahr wird ein Treffen der Bildungspartner stattfinden, bei dem einerseits die Evaluation zurückliegender Aktivitäten und andererseits die Ausarbeitung einer gemeinsamen Jahresplanung im Mittelpunkt stehen. „Dabei geht es vor allem darum, die Qualität der Angebote zu steigern und die Partnerschaft nachhaltig zu festigen und zu intensivieren“, erläutert die Realschulrektorin.

Nach der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags durch Christina Almert und Tamara Rumpelt überreichte ihnen die IHK-Geschäftsführerin der Bezirkskammer Böblingen, Marion Oker, die Partnerschaftsurkunde der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart. „Die IHK begrüßt es sehr, dass die Schulen der Berufsorientierung einen so breiten Raum geben und die Schülerinnen und Schüler durch die Partnerschaften an die Berufe herangeführt werden. Die Jugendlichen bekommen erste Einblicke ins Berufsleben, ohne sich zu binden, dafür können sie aber ihre Kompetenzen und Wünsche einbringen – diese Erfahrungen sind wichtig und gut für kleine und mittelständische Firmen“, sagt Marion Oker.

Auf rund 100 Quadratmetern Präsentationsfläche und zwei Etagen des InfoTrucks informiert die Metall- und Elektroindustrie über ihre Berufsbilder, Perspektiven und Anforderungen. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der 7.-10. Klassen.

An der Realschule Rutesheim warb der Truck an drei Tagen der Projektwoche um Nachwuchs. Die Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klassenstufe lernten an berufstypischen Arbeitsplätzen und anschaulichen Experimentierstationen technische Zusammenhänge kennen und erlebten die Faszination Technik praxisnah und intuitiv.
Angeleitet durch ein Betreuerteam konnten die Jugendlichen das Modell einer pneumatisch betriebenen Verpackungsanlage steuern, die IT-Steuerung eines Personenaufzugs programmieren, elektrische Schaltungen zusammenbauen, sowie ein Werkstück an einer computergesteuerten CNC-Fräsmaschine selbst fertigen. Das Highlight war schließlich der 1,5 Quadratmeter große Multitouch-Table: Hier erkundeten bis zu sechs Schülerinnen und Schüler gleichzeitig die Arbeitsplätze und Berufe der Metall- und Elektrobranche und wirkten selbst an der Produktion eines Automobils mit.

Mit dem Einsatz des M+E-InfoTrucks, der erst seit 2015 landesweit unterwegs ist, setzt die Industrie ein klares Zeichen für die duale Berufsausbildung und tritt dem Fachkräftemangel in der Region eindrucksvoll entgegen.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 waren von der Exkursion im M+E-InfoTruck mehr als begeistert.

Einstellungstest, Übungen zur Selbstdarstellung, wie steht ein Junge bzw. ein Mädchen vor eine Gruppe, um selbstbewusst zu wirken? All das und noch viel mehr konnten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen in der dritten Kurswoche beim Bewerber-Training der Kreissparkasse Böblingen erleben. Direkt von den Experten der Personalabteilung Frau Reimer und Herr Walker, die tagtäglich mit Einstellungen und Einstellungstest zu tun haben, erhielten sie wertvolle Tipps für ihre eigene Bewerbung.

Für die einen Schüler war besonders interessant, einmal die unterschiedlichen Aufgaben eines Einstellungstests durchzuführen. Dabei wird der Bewerber bewusst unter Zeitdruck gestellt, um zu sehen, wie er mit Stress umgehen kann. Anderen Schülern wurde erst jetzt so richtig bewusst, dass man bei einem Einstellungstest, zu jedem Zeitpunkt unter Beobachtung steht: Wie ist der Bewerber angezogen? Kann er sich an Anweisungen halten? Wie verhält er sich in den Pausen, geht er auf die anderen zu oder verdrückt er sich nur in eine Ecke? Hat er anständige Umgangsformen? Das sind alles Kritikpunkte, auf die geachtet werden und oft sind gerade die Antworten auf diese Fragen der Grund, warum jemand eingestellt wird oder auch nicht. Der Einstellungstest und das Zeugnis spielen also gar nicht die einzig entscheidende Rolle.

Dennoch sollte man sich gut auf einen Einstellungstest vorbereiten. Dafür kann man kostenlose Einstellungstests aus dem Internet, von den Krankenkassen oder dem Arbeitsamt durchführen. Außerdem kann man sich z.B. mit Apps immer schnell über die wichtigsten aktuellen Neuigkeiten informieren und dabei sein Allgemeinwissen verbessern. Das Kopfrechnen sollte mit kleinen Übungen in den Alltag eingebaut werden, wie z.B. beim Shopping, indem man alle Beträge der Einkäufe im Kopf zusammenrechnet.

"Es hat viel Spaß gemacht und wir haben viel gelernt." - Darüber sind sich die Schülerinnen und Schüler einig.

Die Realschule Rutesheim war die erste Schule in der Umgebung, die dieses wertvolle Bewerber-Training mit ihrem Bildungspartner - der Kreissparkasse Böblingen - vereinbart hat. Seither besteht eine langjährige gute Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren können und über die wir als Realschule sehr dankbar sind.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Kreissparkasse Böblingen und bei unserem BORS-Beauftragten Herrn Kutzer, der alles so gut organisiert.

Neun Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 der Realschule Rutesheim nutzten am vergangenen Dienstag, 24. Oktober 2017 die Gelegenheit, sich über verschiedene Handwerksberufe beim Bauinfo-Tag im Ausbildungszentrum für Stuckateure in Leonberg zu informieren. Begleitet wurden Sie von der Schulsozialarbeiterin der Realschule. 

Die Jugendlichen erhielten umfangreiche Informationen zu den Ausbildungsinhalten, Anforderungen und den beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten im Baugewerbe. Besonders erstaunt waren die Schülerinnen und Schüler als sie von den guten Verdienstmöglichkeiten im Handwerk erfuhren.

Im Anschluss führten angehende Stuckateure die Gruppe zu verschiedenen Stationen: Es wurde um die Wette gehämmert, gesägt, Mauersteine gesetzt und Fliesen an die Wand geklebt. Hier war handwerkliches Geschick gefragt.
An einer weiteren Station entstanden wahre Kunstwerke mit Leinwand, Farbe, Klebstreifen und Cutter. - Der Stuckateurberuf hat eben auch eine kreative Seite.

Da die Nachfrage nach Fachkräften in der Baubranche hoch ist, wird der Bauinfo-Tag jedes Jahr landesweit angeboten. Dank Herrn Kutzer, BORS-Beauftragter der Realschule Rutesheim (BORS = Berufsorientierung an Realschulen), hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, diesen Aktionstag zu besuchen.

Am Donnerstag, den 21. September 2017 trafen sich um 14:00 Uhr einige Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 der Realschule Rutesheim in der Firma Zipperlen in Flacht, um sich dort über den Garten- und Landschaftsbau zu informieren.

Herr und Frau Zipperlen teilten ihre Gäste in zwei Gruppen ein und führten sie durch ihre Firma. Bei diesem Rundgang erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in das Unternehmen und den Beruf des Landschaftsgärtners. Darüber hinaus lernten sie die unterschiedlichen Maschinen und Arbeitsweisen im Garten- und Landschaftsbau kennen.

Die Firma Zipperlen ist ein Bildungspartner der Realschule Rutesheim und bietet regelmäßig diese Infonachmittage an. So konnte im vergangenen Jahr ein Schüler als Auszubildender in den Garten- und Landschaftsbau der Zipperlens vermittelt werden.

Auf diesem Weg möchten wir uns recht herzlich für die gute Zusammenarbeit mit den Zipperlens bedanken. Es ist schön, dass sie uns Schülern die Möglichkeit bieten, Einblicke in diesen interessanten Beruf zu bekommen.


Textbeitrag: Kim Geiger (9b)

Die Realschule Rutesheim wurde erfolgreich für fünf Jahre „BoriS“-rezertifiziert. Damit erhält unsere Schule zum wiederholten Mal das Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg „BoriS“ für herausragende Leistungen bei der Beruflichen Orientierung.

BoriS möchte möglichst viele Schulen dazu motivieren, ihr besonderes Augenmerk darauf zu legen, ihre Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Berufswahl und die Arbeitswelt vorzubereiten. Ausgezeichnet werden also Schulen, die im Themenbereich Berufs- und Studienorientierung deutlich mehr machen, als die Bildungspläne und Verwaltungsvorschriften dies vorgeben.

Eine unabhängige Jury mit Vertretern aus der Wirtschaft, den Schulen und Beratungsinstitutionen hatte anhand eines einheitlichen Kriterienkatalogs die Bewerbung der Realschule Rutesheim für das BoriS-Berufswahl-SIEGEL bewertet und positiv entschieden. Die RSR ist "BoriS-würdig".

Bei unserem Konzept der beruflichen Orientierung (BORS – Berufsorientierung an der Realschule) steht der enge, intensive Austausch zwischen Schule und Wirtschaft im Vordergrund. Besonders bemerkenswert ist unsere enge Zusammenarbeit mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen, insbesondere die in vielen Jahren gewachsenen Bildungspartnerschaften.

Die Auszeichnung der Realschule Rutesheim ist also auch ein Kompliment für unsere Bildungspartner:

  • Kreissparkasse Böblingen,
  • proceda Modellbau GmbH,
  • BARMER GEK und
  • Zipperlen Garten- und Landschaftsbau.

Ihnen allen gilt unser besonderer Dank.

Die Umsetzung des schuleigenen Konzepts wäre ohne eine Reihe weiterer Kooperationspartner nicht zu schaffen. Wir bedanken uns bei  

  • Berufliches Schulzentrum Leonberg (Frau Karin Bott),
  • HNO-Gemeinschaftspraxis Dr. med. Andreas Fischer/Dr. med. Robert Behrmann,
  • Ingenieurbüro EFG Engineering Facility Group Ingenieurgesellschaft mbH,
  • IHK Region Stuttgart (Frau Christiane Schullerus-Sixt) und
  • IB - Internationaler Bund (Frau Petra Dannenmann)

für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit.

Darüber hinaus danken wir auch unserer Berufsberaterin, Grit Böhlke von der Agentur für Arbeit. Sie berät die Schülerinnen und Schüler sehr kompetent und vertrauensvoll in allen Belangen der Beruflichen Orientierung.

Die wiederholte Auszeichnung mit „BoriS“ ist für die Realschule Rutesheim nicht nur ein schöner Erfolg, sondern auch eine Verpflichtung. Bekanntlich bestimmt die Berufswahl den weiteren Lebensweg ganz maßgeblich. Deshalb werden wir auch in Zukunft alles Mögliche tun, damit unsere Schülerinnen und Schüler darauf bestens vorbereitet sind.