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Fächerübergreifende Kompetenzprüfung (FüK)

Die Fächerübergreifende Kompetenzprüfung (FüK) ist eine für alle Schülerinnen und Schüler verbindliche mündliche Prüfung im Rahmen der Realschulabschlussprüfung. Sie wird als Gruppenarbeit ganzjährig vorbereitet und absolviert; in der Regel umfasst die Gruppe drei bis fünf Mitglieder.

Inhalt der fächerübergreifenden Kompetenzprüfung ist ein von der Gruppe selbst gewähltes und bearbeitetes Thema, das sich auf die Bildungsstandards mindestens zweier Fächer oder Fächerverbünde bezieht und dem Anspruchsniveau der Klasse 10 entsprichen muss.

Die fächerübergreifende Kompetenzprüfung wird auf der Grundlage einer vorbereitenden Dokumentation durchgeführt und besteht aus einer Präsentation zum gewählten Thema und einem daran anknüpfenden Prüfungsgespräch.

Ziel der Fächerübergreifenden Kompetenzprüfung ist, dass Schülerinnen und Schüler im Team eine komplexe Fragestellung projektorientiert bearbeiten und ihre Ergebnisse dokumentieren, präsentieren und reflektieren. Diese Arbeitsweise erfordert neben fundierter Fachkompetenz auch die Fähigkeit, im Team lösungsorientierte Vorgehensweisen zu planen und durchzuführen, sowie Alternativen zu entwickeln und eigenständige Entscheidungen zu treffen.

In der Fächerübergreifenden Kompetenzprüfung zeigen die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeit, das gewählte Thema fächerübergreifend zu bearbeiten, in die beteiligten Fächer und Fächerverbünde einzubinden, die Thematik zu vertiefen, ihre Meinung zu vertreten, Alternativen zu entwickeln und zu reflektieren.

Thema und Note der FüK-Prüfung werden im Abschlusszeugnis genannt.

Weitere Informationen

Zu Beginn des 10. Schuljahres finden sich Gruppen von drei bis fünf Schülerinnen und Schülern. Nur in begründeten Ausnahmefällen kann mit Genehmigung der Schulleitung die fächerübergreifende Kompetenzprüfung auch in einer kleineren Gruppe oder als Einzelprüfung durchgeführt werden.

Jede Gruppe formuliert ihr Thema mit Bezug zu zwei Unterrichtsfächern (die von allen Gruppenmitgliedern besucht werden) oder Fächerverbünden. Das Thema muss Inhalten aus den Klassenstufen 9 oder 10 entsprechen und wird nach Beratung in der Stufenkonferenz von der Schulleitung genehmigt.
Bei der genauen Formulierung des Themas sowie der Vorbereitung der Prüfung wird die FüK-Gruppe von zwei Lehrkräften beraten und betreut.

Das FüK-Thema wird in den Gruppen im Verlauf des 10. Schuljahres projektorientiert bearbeitet. Zur Vorbereitung der Prüfung werden mehrere Beratungstermine durch die betreuenden Lehrkräfte angeboten. Grundlage der Beratung sind die eigenständig erarbeiten Materialien bzw. Ausarbeitungen der Schülerinnen und Schüler und die sich daraus ergebenden Fragestellungen.

Zusätzlich steht eine intensive Phase von etwa drei Wochen im Anschluss an die Bekanntgabe der Jahresleistungen zur Verfügung. Die Gruppe erstellt eine Dokumentation, die rechtzeitig vor der Prüfung abgegeben wird. Diese schriftliche Ausarbeitung dient als Orientierungshilfe für die Prüfungskommission.

Die fächerübergreifende Kompetenzprüfung wird als Gruppenprüfung durchgeführt, wobei jede Schüler / jeder Schüler eine individuelle Note erhält.

Prüfungsgegenstand ist die Präsentation und ein direkt daran anknüpfendes Prüfungsgespräch auf der Grundlage der vorgelegten Dokumentation.
Zwischen Präsentation und Prüfungsgespräch darf keine Pause gemacht werden.

Die Prüfungszeit beträgt für jeden Prüfling etwa 15 Minuten, wobei der zeitliche Umfang von Präsentation und Prüfungsgespräch annähernd gleich ist. Die Präsentation kann schriftliche, mündliche und praktische Leistungen enthalten.

Neben der Gruppenpräsentation werden die Schülerinnen und Schüler einzeln mündlich geprüft. Das Prüfungsgespräch bezieht sich über das Thema hinaus auf weitere, vorwiegend aus den Klassen 9 und 10 stammende Inhalte der betroffenen Unterrichtsfächer und Fächerverbünde. Dabei ist die Dokumentation, die nicht bewertet wird, Grundlage des Prüfungsgesprächs.

Die Reflexion über Themenwahl, Arbeitsprozess und Dokumentation ist ebenfalls Gegenstand der Präsentation und des Prüfungsgesprächs und fließt in die Beurteilung mit ein.

Bei der Notenbildung ist die Notenbildungsverordnung, speziell § 5 Abs. 3, zu beachten.

Im Anschluss an die Prüfung setzt die Prüfungskommission das Ergebnis der fächerübergreifenden Kompetenzprüfung fest und teilt es jeder Schülerin / jedem Schüler auf Wunsch mit. 

Über jede fächerübergreifende Kompetenzprüfung wird eine Niederschrift angefertigt und von den Mitgliedern der Prüfungskommission unterschrieben.