Menü

Lesescouts - SchülerInnen animieren zum Lesen

Dieses Projekt basiert auf einer Initiative der "Stiftung Lesen“ und ist verbunden mit dem Ziel, bei möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Leselust zu wecken. Dabei fungieren Schülerinnen und Schüler, die gerne lesen, als Multiplikatoren (Lesescouts). Ihre Begeisterung für das Lesen geben sie im Rahmen von Bücherpartys, Buchvorstellungen, Vorlese-Nachmittagen und anderen Aktionen weiter.

Die RSR-Lesescouts, Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9, bieten zudem die Gelegenheit, sich außerhalb des Unterrichts in lockerer Atmosphäre zum Thema Lesen auszutauschen.

Aktionen

Unter dem Motto „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“ veranstaltete Frau Goetze von der Stiftung Lesen am Freitag, den 17.11.17 in den Räumen der Realschule Rutesheim einen Workshop mit den "Lesescouts“.

Die RSR-Lesescouts, das sind Schülerinnen der 8. Klassen, die ihre Begeisterung fürs Lesen im Rahmen von verschiedenen Aktionen weitergeben möchten.  

“Quentin Quallen quittengelbe Quetschkommode quäkt qualvoll querfeldein.“ – Mit diesem und weiteren schönen Zungenbrechern startete der Workshop. Was kann man mit solch einer Zeile alles machen? Welche Möglichkeiten gibt es, diese Zeile auf ganz unterschiedliche Art und Weise zu lesen? Zunächst ging es also darum, verschiedene Lesetechniken kennenzulernen und spielerisch einzuüben.

Im nächsten Schritt forderte Frau Goetze die Lesescouts dazu auf, eine Vorlesestunde für jüngere Schülerinnen und Schülern zu entwerfen. Dazu gehörte die Erfindung eines Mottos für diese Veranstaltung, das Training verschiedener Lesetechniken, Überlegungen zum organisatorischen Rahmen und zu verschiedenen Durchführungsmöglichkeiten. Über allem sollte das Ziel nicht aus den Augen verloren werden: möglichst viele Mitschülerinnen und Mitschüler für das Lesen zu gewinnen.

Man darf gespannt sein, was die Lesescouts so alles vorhaben.

Wir alle kennen die Christian-Wagner-Bibliothek in Rutesheim.
- Doch wer war eigentlich Christian Wagner?
Anfang Mai gingen wir Lesescouts dieser Frage nach. Gemeinsam mit Frau Gerwig besuchten wir das Christian-Wagner-Museum in Warmbronn. Dort führte uns Frau Deuse, eine Urenkelin des Dichters, durch das Museum und brachte uns den Dichter näher. Neben den vorgestellten Gedichten und Erzählungen waren vor allem die Lebensumstände interessant. Was macht aus einem Bauernjungen, der in sehr beengten und auch persönlich einengenden Verhältnissen aufgewachsen ist, einen an Dichtung interessierten Menschen?

In seiner Jugend befasste sich Christian Wagner (1835 - 1918) vor allem mit der Natur und verfasste Gedichte über deren Schönheit. Im Laufe der Zeit erweiterte er sein Spektrum auf die Schonung alles Lebenden. Christian Wagner lehnte es ab, Tiere, die er aufgezogen hatte, zu schlachten und zu essen. Ihm war es wichtig, dass sich der Mensch nicht anmaßt, die Existenz anderer Lebewesen gering zu schätzen.

Hermann Hesse, der spätere Literaturnobelpreisträger, unterstützte Christian Wagner und gab 1913 einen Gedichtband mit Wagner-Gedichten heraus. Wie Hesse widerstand auch Christian Wagner den Erwartungen der Kriegsbefürworter und lehnte die Dichtung von Kriegsliteratur ab.

In seinem Geburts- und Wohnhaus kann man die Zeugnisse seines Schaffens erkunden; darüber hinaus auch seine Familien- und Wohnverhältnisse sowie seinen Werdegang.

Wir bedanken uns bei Frau Deuse für die Führung durch das Museum.